Geschichte

#Episch – Die Geschichte der FFW Geislohe

Die FFW Geislohe wurde am 11. Mai 1897 von 29 Geisloher Männern gegründet. Die im Gründungsjahr angeschaffte Saug- und Druckspritze ist heute noch als Erinnerungsstück gut erhalten. Zum 1. Vorstand wurde Bgm. Friedrich Wurzer gewählt. Georg Neulinger wurde Hauptmann und Christian Pfister sein Adjudant.

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Saug- und Druckspritze

1909 löste Christian Pfister Georg Neulinger als Kommandant ab. In der schweren Zeit des 1. Weltkrieges standen dem Kommandanten nur die jüngeren und älteren Kameraden zur Verfügung. Acht Kameraden kert aus dem 1. Weltkrieg nicht nicht mehr heim

Nach dem Tod vom Christian Pfister wurde 1919 Friedrich Hüttinger als 1. Hauptmann gewählt. Die Wehr war mit 30 aktiven Kameraden wieder gut formiert.

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Veteranen     1936 übernahm Heinrich Gruber, der im Gründungsjahr 1897 geboren wurde und 1992 als Ehrenkommandant verstorben ist, die Führung der Wehr. Er führte die Wehr insgesamt 16 Jahre, u. a. durch die schwierige Zeit des 2. Weltkrieges, aus dem ebenfalls acht Kameraden wieder nicht zurück.

1952 wurde Friedrich Hüttinger als sein Nachfolger gewählt, der jedoch bereits nach 2 Jahren starb.

1954 folgt als Kommandant der heutige Ehrenkommandant Willi Hüttinger. Ernst Kraft wurde sein Stellvertreter.

1955 begann Schriftführer Karl Lindert ein Protokoll zu führen, welches uns heute Rückblicke und Vergleiche von historischen Wert liefert. 1956 wurde das alte Feuerwehr-Haus abgerissen und ein neues mit Schlauchturm errichtet.

Willi Hüttinger führte die Wehr bis 1970. Vorstände in dieser Zeit waren die jeweiligen Bürgermeister Karl Pfister und Erich Neulinger. Ehrenkommandant Willi Hüttinger hat sich darüber hinaus noch von 1970 bis 1990 als Schriftführer für den Verein verdient gemacht.

1971 wurde Hermann Meyer zum Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter wurde Siegfried Wurzer und
1980 Fritz Kittsteiner.

1972 wurde das 75-jährige Gründungsjubiläum im kleinen Kreis im Gasthaus Pfister gefeiert. 1975 wurde das entscheidende Jahr der unsere Wehr.

Die Feuerwehr erhielt ihr heutiges Feuerwehrauto mit TS 8 und hatte als kleinster Ort plötzlich das modernste Gerät von allen umliegenden Wehren. Es gegann ein steiler Aufstieg in der Ausbildung. Alle Kameraden beteiligen sich seitdem regelmäßig an Leistungsprüfungen. Ein Großteil der Kameraden hatte bereits alle Stufen der Leistungsprüfung absolviert.

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Auch im mehreren Ernsteinsätzen hat unsere Wehr immer ihre sehr guten Fachkenntnisse schnell und sicher umgesetzt. Seit 1956 bis heute hatte unsere Wehr in Geislohe 10 Brandfälle zu bekämpfen, davon waren alleine 7 Brandfälle in den Jahren von 1979 bis 1987.

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Feuerwehrfest 1987

Im Jahre 1987 wurde dann in Geislohe das 90-jährige Bestehen des FFW Geislohe gefeiert.

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Feuerwehrfest 1997

Zu einem zünftigen Fest gehört natürlich auch „a‘ g’scheide“ Musik.

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Die Vorstände 2006

1. Vorstand: Reinhold Lindert
2. Vorstand: Friedrich Hüttinger
Schriftführer: Ernst Gruber
Kassier: Rainer Klungler
Beisitzer: Bernd Meyer, Thomas Kraft, Alfred Leya, Erwin Knoll

Übungen und Einsätze 2006

Gemeinschaftliche Feuerwehrübung

Entgegen der Praxis bei der Feuerwehr, Übungen in den so genannten „Brandkreisen“ durchzuführen, haben sich die Feuerwehren Geislohe, Suffersheim und Neudorf zu einer gemeinsamen Übung in Geislohe getroffen.

Während Geislohe und Neudorf in einem Brandkreis vereinigt sind, gehört die Feuerwehr Suffersheim organisatorisch zum Stadtbrandbezirk Weißenburg, die Feuerwehr Schambach gehört einem weiteren Brandkreis an.
Als Brandobjekt haben sich die Kommandanten der Wehren die Schreinerei Schmoll ausgesucht. Der Einsatz klappte auch „brandkreisübergreifend“ reibungslos. Während die einheimische Feuerwehr die Erstbekämpfung des angenommenen Brandes über einen Oberflurhydranten vornahm, versorgten sich die anderen Wehren aus dem Löschwasserspeicher um Schlauchleitungen aufzubauen und den angenommenen Brand von mehreren Seiten zu bekämpfen.

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Bei der anschließenden Schlussbesprechung mit Kreisbrandrat Werner Kastner und weiteren Feuerwehrführungskräften des Landkreises wurde den Teilnehmern an der Übung hohe Kompetenz und gute Arbeit bestätigt. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geislohe, Helmut Pfister wies nochmals auf die Bedeutung dieser Übung an der Schnittstelle von verschiedenen Brandkreisen besonders hin und gab der Großübung mit mehr als 50 „Feuerwehrlern“ den aufschlussreichen Titel.

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Am Freitag, den 10.3.2006 wurde die Freiwillige Feuerwehr Geislohe zur Hilfeleistung bei Hochwasser alarmiert. Durch das einsetzende Tauwetter bei gefrorenem Boden hat sich hinter dem Anwesen Schnitzlein ein beachtlicher See gebildet. Das Wasser wurde durch die höher liegende Straße aufgestaut. Nachdem weiteres Schmelzwasser von den Feldern nicht versickern konnte ist der „Stausee“ über die Ufer getreten. Ein beachtlicher Bach suchte sich einen Weg durch das Anwesen Schnitzlein.

Dabei drohte das Wasser in das Haus und die Scheune zu laufen. Weil sich die Familie Schnitzlein machtlos gegenüber dem Hochwasser sah, hat sie die Feuerwehr um Hilfe gebeten. Zusammen mit Landwirten, die mit Güllefässern versuchten den See ab leeren, hat die Feuerwehr Geislohe mit zwei TS 8 das Wasser abgepumpt. Schon bald war die Situation unter Kontrolle. Unsere jungen Feuerwehrkameradinnen und –kameraden wurden zum Füllen von Sandsäcken eingeteilt, die ein weiteres Überlaufen des Hochwassers über die Straße verhindern sollten.

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